Wir sind die Deutsche Tier-Lobby!
Ein gemeinnütziger Verein, der als Gegenpol zu den großen Agrarverbänden die Interessen der Tiere – insbesondere der sog. „Nutz“tiere – gegenüber Politik und Gesellschaft vertritt.
Eine Welt mit radikal verbesserten Lebensbedingungen für alle Tiere und einer massiv verringerten Tiernutzung durch den Menschen. Jegliche Tierhaltung, die den Tieren ihre natürlichen Verhaltensweisen und Bedürfnisse vorenthält, ist abgeschafft.
Ich bin in der DTL, weil unsere „Nutz“tiere radikal bessere Lebensbedingungen verdient haben. Sie mussten lange genug warten.
Lukas, Mitgründer und Vorstand
Ich bin bei der DTL, weil es eine große Diskrepanz gibt, wie Menschen („Nutz“)Tiere behandeln möchten (tierlieb) versus wie sie sie tatsächlich behandeln (extrem grausam).
Sylvia, Mitgründerin und Leitungsmitglied
Ich bin bei der DTL, weil ich den „Nutz“tieren artgerechtes Leben wünsche und fest daran glaube, dass wir ihnen als Organisation gegenüber Politik und Gesellschaft eine starke Stimme geben können.
Sobira, Mitglied des Leitungsteams und Projektmitarbeiterin „#LasstDieKuhLos – Anbindehaltung und andere Qualhaltungen abschaffen!“
Ich bin bei der DTL, um Lucy und Millionen weitere Tiere aus schlimmer Tierhaltung zu befreien, solange es Tierhaltung gibt
… und weil es viel mehr Druck auf die Politik durch persönliche Gespräche mit ihr und durch Aktionen in großen Bündnissen braucht, um den Tieren zu helfen
… und weil es nicht sein darf, dass Tiere leiden.
Jo, Mitgründer und Vorstand
Ich bin bei der DTL, weil Tiere nicht nur das Recht auf ein leidfreies, sondern auch auf ein freudvolles Leben haben.
Anne, Projektmitarbeiterin „Der wahre Preis unserer Lebensmittel“
Nur 2% der Menschen in Deutschland leben vegan. Das Tempo bei der Reduktion des Fleischkonsums in Deutschland hat sich zuletzt zunehmend verlangsamt und ist 2024 nach jahrelangem Rückgang sogar erstmals wieder leicht gestiegen.
Vor diesem Hintergrund ist nicht zu erwarten, dass sich in absehbarer Zeit alle Bürger*innen unseres Landes nur durch Überzeugungsarbeit für die vegane Lebensweise entscheiden. Eine politische Mehrheit für ein Verbot der Tierhaltung sowie des Konsums tierischer Produkte ist ebenfalls noch in weiter Ferne.
Daher reicht es nicht, die Abschaffung der Tierhaltung zu fordern, sondern den Tieren muss ein massiv besseres Leben ermöglicht werden, solange die Tierhaltung/-nutzung existiert. Eine Fokussierung auf die politische Forderung einer Abschaffung der Tiernutzung gibt der Politik stattdessen eine willkommene Möglichkeit, den Diskurs lediglich über diese – aktuell utopische Frage – zu führen und mit Verweis auf eine fehlende Realisierbarkeit abzublocken. Eine Debatte über die dringend notwendige realpolitische Umsetzung von Reformen zugunsten von Tieren und Ernährungswende wird auf diese Weise eher gefährdet.
Die Abschaffung der Tierhaltung wird, wenn überhaupt, schneller erreicht, indem man höhere Steuern auf tierische Produkte und günstigere auf pflanzliche durchsetzt, wodurch sich die Nachfrage zugunsten pflanzlicher Produkte massiv verschiebt und man Milliarden Tieren, den schwächsten Mitgliedern der Gesellschaft, das mit der Tierhaltung und -Nutzung einhergehende Leid erspart.
Selbst wenn die Tierhaltung in Deutschland abgeschafft werden könnte, würden tierische Produkte aus Ländern mit weniger strengen Tierschutzauflagen nach Deutschland importiert werden (auf Produkte aus anderen Ländern der EU sind weder Zölle noch Verbote möglich).
Der Ansatz der DTL fußt daher insbesondere auf einer erhöhten Mehrwertsteuer oder anderweitigen Verbrauchsteuer auf alle tierischen Produkte (inkl. importierter). Die zusätzlichen Mittel sollen für den Umbau der Tierhaltung in Deutschland hin zu verpflichtenden radikal höheren Standards mit weniger Tieren und für die Absenkung der Mehrwertsteuer auf pflanzliche Produkte eingesetzt werden.
Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft mit höheren Tierschutzstandards als im Großteil der Rest-EU wird auf diese Weise erhalten.
Die durch die Anreizwirkung der skizzierten Reform massiv verringerte Tiernutzung reduziert die Schäden an Tieren, Natur, Klima, und Menschen stark. In Zahlen: Ein Steigerung der Mehrwertsteuer auf tierische Produkte von 7 auf 19 % reduziert annahmegemäß den entsprechenden Konsum um rund 12 % und damit um ein Vielfaches mehr als durch alle vegan lebenden Menschen in Deutschland bisher pro Jahr.
Außerdem fordern wir eine Umlenkung der EU-Agrarsubventionen vom bestehenden System der flächengebundenen Zahlungen, das tierische Produkte wegen deren größerer Flächenintensität bevorzugt, hin zu pflanzlichen und kultivierten Produkten.
Unser mittelfristiges Ziel ist eine Reduktion der Tierhaltung und des Konsums tierischer Produkte in Deutschland in den nächsten zehn Jahren um mindestens 50% gegenüber dem Niveau von 2024. Tierhalter*innen sollen mit Ausstiegsprogrammen dabei unterstützt werden, ihre Betriebe aufzugeben und neue Beschäftigungsmöglichkeiten (z.B. Naturschutz, Gemüse- und Obstanbau etc.) zu finden.
Wenn es stimmt, dass man die Tierhaltung abschaffen kann, was ja nicht wenige Tierrechtler*innen fordern, dann ist sie auch nach weiteren Investitionen nicht zementiert und kann auch nach übergangsweise besseren Bedingungen abgeschafft werden. Wenn es keine Nachfrage nach Tierprodukten mehr gäbe, könnten diese nicht mehr verkauft werden, egal welche Investitionen vorher getätigt wurden. Im Gegenteil rückt erst durch eine massive Verringerung der Abhängigkeit von tierischen Produkten eine Abschaffung der Tiernutzung in den Bereich des Möglichen.
Auch höhere Standards werden unsere Mitbürger*innen nicht von einer kritischen Betrachtung der Tierhaltung insgesamt abhalten, da durch jegliche kommerzielle Form der Tierhaltung (potenzielle Ausnahme: Tierhaltung für kultivierte Produkte) diese mit massiven Einschränkungen für die betroffenen Tiere einhergeht und mit deren gewaltsamer Tötung endet sowie erhebliche Umweltauswirkungen beinhaltet.
Nein.
Pflanzliche Grundnahrungsmittel werden durch die von uns geforderte Absenkung der Mehrwertsteuer günstiger.
Auch steuerfinanzierte Hilfen an Geringverdiener*innen in einer Übergangsphase sind denkbar.
Lasst uns bitte eher an die Menschen denken, die aktuell unter hohen Preisen für vegane Produkte leiden (u.a. Geringerverdiener*innen wie Studierende und Azubis), als an die, die damit Qual-Produkte kaufen.
Fast alle Menschen in Deutschland sind gegen Tierqualen, was wir beim Lobbyieren bei der Politik nutzen.
Außerdem bauen wir ein bundesweites Netzwerk auf, um gemeinsame Forderungen durchzusetzen, indem wir bei der Politik Druck machen und Tierrechts- und Tierschutzorganisationen für große gemeinsame Aktionen mobilisieren. Tierrechts- und Tierschutzorganisationen sind herzlich eingeladen, die Demos der DTL zu unterstützen und ihre eigenen, wichtigen Forderungen neben der obligatorischen Hauptforderung (wechselt je nach Kampagne, z.B. Abschaffung der Anbindehaltung) einzubringen. Wir sprechen mit Demos auch die große Mehrheit an, die aktuell noch nicht bereit ist, vegan zu werden, und zeigen auf, wie schlimm die aktuelle Tierhaltung, inkl. Bio oder gar Durchschnitts-Metzger, ist, um sie zum Umdenken zu bewegen. Ein Teil davon wird daraufhin vegan oder reduziert Menge und Art der Qualen massiv.
Auch finden wir eine ambitionierte, verpflichtende Haltungskennzeichnung auf tierische Produkte wichtig, um transparent zu machen, wie schlimm das Tierhaltungs-System ist, ohne es zu legitimieren, und Konsum durch Abschreckung zu verringern.
Solange man sich die Gesellschaft nicht für eine rein pflanzliche Ernährungsweise entscheidet, werden dadurch Produkte mit niedrigeren Standards zugunsten solcher mit höheren Standards verdrängt.
Wir finden den Einsatz für Veganismus als zusätzlichen Weg wichtig, um wie bisher 0,X% mehr Menschen pro Jahr zu veganisieren, sowohl durch individualistische Überzeugungsarbeit als auch durch Gruppenaktivitäten (wie z.B. Stammtische) und die Schaffung einer attraktiveren Ernährungsumgebung.
Indem die DTL neben ihren politischen Aktivitäten über die ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen der Tierhaltung informiert, tragen wir direkt dazu bei, dass Menschen ihren Konsum tierischer Produkte reduzieren oder sogar vollständig auf eine pflanzliche Lebensweise umsteigen.
Aus den genannten Gründen können wir aber nicht nachvollziehen, wenn Tierrechtler*innen nicht mit uns bzgl. der von uns vorgeschlagenen Kernforderungen (Erhöhung der Tierschutz-Standards, Umbau des Steuer- Abgaben- und Subventionssystems zugunsten pflanzlicher Produkte) kooperieren.
Die Abschaffung (einer ausbeuterischen Form) der Tierhaltung wird aus unserer Sicht ohne unseren Ansatz, der preisliche Elemente integriert, extrem lange dauern.
Um unsere wichtige Arbeit fortzusetzen und noch mehr Tiere schützen zu können, sind wir auf Deine Spenden angewiesen.
Bitte unterstütze die Deutsche Tier-Lobby e.V. mit einer Spende und trage dazu bei, dass wir auch in Zukunft für die Tiere da sein können.