Die Deutsche Tier-Lobby e.V. zeigt sich tief erschüttert über den verheerenden Brand in einem Schweinezuchtbetrieb im Ostalbkreis, bei dem nach Angaben der Polizei am Montag mindestens 1.500 Ferkel qualvoll verendet sind.
Dieses tragische Ereignis macht erneut deutlich, dass die bestehendenBrandschutzregelungen für landwirtschaftliche Tierhaltungsbetriebe unzureichend sind und dringend verschärft werden müssen.
„Es ist nicht hinnehmbar, dass Tiere in Deutschland weiterhin in Ställen gehalten werden, die im Brandfall zu Todesfallen werden“, erklärt Lukas Feldmeier, 1.Vorsitzender der Deutschen Tier-Lobby e.V..
„Während für öffentliche Gebäude wie Schulen oder Krankenhäuser strenge Brandschutzauflagen gelten, sind die Vorschriften für Tierhaltungsanlagen vielfach lückenhaft und unzureichend. Das führt dazu, dass jedes Jahr zehntausende Tiere bei Bränden keine Chance auf Rettung haben.“
Die vermutlich größte Katastrophe ereignete sich im Jahr 2021 in Alt Tellin in Mecklenburg-Vorpommern, als über 50.000 Schweine durch einen verheerenden Brand ums Leben kamen.
Die Deutsche Tier-Lobby e.V. fordert Politik und Behörden daher auf, unverzüglich strengere Brandschutzvorschriften für Tierhaltungsbetriebe einzuführen. Tiere sind fühlende Lebewesen und verdienen denselben Schutz wie Menschen in öffentlichen Einrichtungen.
Nur durch konsequente gesetzliche Regelungen können wir verhindern, dass sich Tragödien wie in Unterschneidheim, Alt Tellin oder Bresegard wiederholen.
Unsere Forderungen im Einzelnen:
- Verpflichtende Brandmeldeanlagen in allen Tierhaltungsbetrieben
- Automatische Löschanlagen in Stallungen.
- Flucht- und Rettungswege für Tiere, soweit technisch möglich.
- Regelmäßige Brandschutzkontrollen durch unabhängige Behörden.
- Gesetzliche Pflicht für alle Betriebe, ein Brandschutzkonzept vorzulegen und umzusetzen.
Unsere Mitbürger*innen laden wir dazu ein, die Petition für verpflichtenden Brandschutz in Tierhaltungsanlagen zu unterzeichnen.